Typischerweise erfolgt der erste Schritt in Richtung Six Sigma mit einer ersten Erprobungsphase. Hier wird die Methodik und das Vorgehen an einigen ersten eigenen Projekten unter den Bedingungen und den Gegebenheiten des eigenen Unternehmens getestet. Die Methodenkompetenz wird dabei ggf. eingekauft im Rahmen unseres Angebotes „Rent a Belt“ oder, wenn schon eine größere Sicherheit bei der Entscheidung für Six Sigma besteht, werden dabei gleich die ersten Green Belts ausgebildet. Diese machen dann parallel zur Ausbildung ihr erstes Six Sigma Praxisprojekt.

Nach der ersten Erprobungsphase wird in einem Review geklärt, wie sich die Methodik bewährt hat, welche Stärken dabei für die Organisation erkannt wurden und wo ggf. Anpassungen und Änderungen bei der weiteren Umsetzung nötig sind. Daran schließt sich eine meist mittelfristig angelegte und auf die Belange des Unternehmens zugeschnittene Konzeption des Roll Outs an. Diese Konzeption umfasst neben dem schrittweisen Know How Aufbau zu Six Sigma auch Belange zu schaffender Rahmenbedingungen und die Integration von Six Sigma in das QM, das Controlling, in Zielvereinbarungen, die Personalentwicklung und anderes mehr. In dieser Roll Out Phase reduziert sich sukzessive auch der Bedarf an externer Unterstützung in Form von Umsetzungserfahrung und methodischem Know How.

Je nach den organisatorischen Voraussetzungen werden entsprechend der existierenden Unternehmenshierarchie im Wesentlichen 4 aktive Rollen bei Six Sigma Akteuren unterschieden:

  • ► Champions als Führungskräfte und Machtpromotoren mit operativer Ergebnisverantwortung für einen bestimmten Wertschöpfungsbereich
  • ► Master Black Belts als Systempromotoren, interne Trainer und durch eine größere Anzahl von durchgeführten Projekten sehr erfahrene Six Sigma Experten
  • ► Black Belts als Projektleiter und Fachpromotoren für die Durchführung komplexer Six Sigma Projekte und Design for Six Sigma Projekte
  • ► Green Belts als Leiter typischer Six Sigma Projekte unter Anwendung des DMAIC Zyklus oder Mitglieder eines umfassenderen Black Belt Projektes mit eigenen Teilthemen

Zur Wahrnehmung der einzelnen beschriebene Rollen sind bestimmte Qualifikationen unterschiedlicher Intensität und inhaltlicher Ausprägung erforderlich. Das Grundwissen für eine Führungskraft, um die Rolle eines Champions zu übernehmen lässt sich bereits in 2 Tagen vermitteln. Die Dauer zum Aufbau einer umfassenden Methodenkompetenz für die Rolle als Green Belt beträgt 10 Tage und die Weiterqualifizierung zum Black Belt beträgt nochmals 10 Tage. Aufgrund der Ausbildung kann ein Green Belt bereits selbständig Six Sigma Projekte unter Anwendung des DMAIC Zyklus abarbeiten und Teams führen. Ein Black Belt besitzt neben einem erweiterten Methodenwissen für die Anwendung von DMAIC auch das nötige Wissen um ein Design for Six Sigma Projekt gemäß dem DMADV Zyklus abzuarbeiten. Aufgrund der schulungsbegleitenden Praxisprojekte werden die Kosten der Ausbildung bereits direkt mehr als refinanziert.

In vielen Unternehmen wird eine Six Sigma Qualifizierung auch bereits als ein spezifisches Führungskräftenachwuchstraining eingesetzt, d.h. durch die Ausbildung zum Green und / oder Black Belt sowie durch die „Bewährung“ in konkreten Projekteinsätzen wird eine Voraussetzung für eine Karriere auf eine attraktive Führungsposition im Unternehmen geschaffen.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema in unserem Artikel ► Konzeption und Umsetzung von Six Sigma Trainings.