Nachdem Six Sigma 1987 von Motorola entwickelt wurde, verbreitete sich das Konzept zunächst nur zögerlich. Erste Verbreitung fand Six Sigma, vor allem in großen Technologieunternehmen, bei denen Mängel in der Qualitätsfähigkeit einzelner Bauteile aufgrund sehr hoher Stückzahlen schnell zu erheblichen Qualitätsproblemen und Fehlerkosten führte.

In den 90er Jahren nahm die Verbreitung von Six Sigma deutlich zu, vor allem motiviert durch die großen Erfolge des Einsatzes von Six Sigma bei General Electric und Allied Signal. Es folgten Unternehmen der Chemie-, Pharma- und Automobilindustrie. Bereits seit einigen Jahren findet die Six Sigma Philosophie auch in Banken und anderen Dienstleistungsunternehmen immer stärkere Verbreitung.

Mit zunehmender Verbreitung von Six Sigma wächst auch das Interesse mittelständischer Unternehmen aufgrund der erkennbaren Wettbewerbsvorteile, die sich aus der konsequenten wirtschaftlichen Umsetzung der Null-Fehler-Qualität mit Six Sigma ergeben. Der große Vorteil dabei ist, dass gerade hier die Systematik der Six Sigma Methodik aufsetzt auf dem bestehenden Qualitätsmanagement und die Effektivität der bekannten Methoden und Verfahren noch einmal deutlich steigert. Auch das interne Verbesserungsmanagement wird duch Six Sigma erkennbar belebt. Das vollständige Standardinstrumentarium von Six Sigma wird in mittelständischen Unternehmen gezielt für lohnende Aufgabenstellungen eingesetzt und ausgewählte Methoden und Instrumente kommen ergänzend unabhängig von Projekten bei einfacheren Themenstellungen zum Tragen. Wichtig ist daher, dass der Einsatz und die Integration von Six Sigma oder Lean Six Sigma die speziellen Gegebenheiten des Unternehmens berücksichtigt und bezogen auf die Inhalte und das Vorgehen bei Six Sigma auch eine auf das mittelständische Unternehmen passende Lösung gefunden wird. Dies gilt im Besonderen auch für die Rollenverteilung und die Qualifizierung einzelner Mitarbeitergruppen und der Führungskräfte.